Zur Geschichte der Monatshygiene

monatshygieneDie Geschichte der Monatshygiene ist so alt wie die Menschheit. Klar, Frauen haben schon immer ihre Tage bekommen. Je nach Kulturkreis hat sich frau saugfähige Hilfsmittel aus der Natur gesucht oder sich mit Lappen und Stoffresten beholfen. Die Geschichte der Monatshygiene ist stark vom weiblichen Rollenbild der jeweiligen Epoche geprägt. Es gibt wenige Quellen, die sich konkret mit dem Thema der Monatshygiene befassen, früher wie heute. In unserem Kulturkreis ist es immer noch unüblich, Monatshygiene offensiv zum Thema zu machen. Selbst in Binden- und Tamponwerbung werden Wörter wie Blut und Menstruation vermieden und das Thema wird eher blumig umschrieben. In Asien gibt es sogar eine Binde in speziell geräuscharmen Einzelverpackungen, damit die Nachbarin auf öffentlichen Toiletten nichts von der „Unpässlichkeit“ bemerkt – und das in der jüngsten Geschichte der Monatshygiene!

 

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Was hat meine Uroma während ihrer Periode benutzt?

Ja, es gab eine Menstruationshygiene vor Binde und Tampon. Noch bis ins 19. Jahrhundert war es in unserem Kulturkreis eher unüblich Unterwäsche zu tragen. Frauen ließen das Menstruationsblut einfach ablaufen. Andere, vor allem Städterinnen, behalfen sich mit Stofflappen oder gestrickten Mehrwegbinden, die an einem Menstruationsgürtel befestigt wurden. Schon in der frühen Geschichte der Monatshygiene, in der Antike, sollen sich Frauen in Wachs getränkte Wollröllchen, Papyrusröllchen oder mit Stoff umwickeltes Holz als Hygieneschutz eingeführt haben. Tampons, wie wir sie kennen, sind zwar seit den 1930er Jahren auf dem Markt, waren aber zunächst nicht sehr beliebt, da vor Blutstau und Entjungferung gewarnt wurde.

 

Wann beginnt die Geschichte der Menstruationstasse?

In der Geschichte der Monatshygiene findet sich die Menstruationstasse seit den 1930er Jahren und ist seit jeher in Deutschland ein Nischenprodukt. Obwohl die Vorteile doch wirklich für sich sprechen. Naja, dann vielleicht doch wie Tuaregfrauen aus Algerien? Die graben sich ein Loch und lassen das Menstruationsblut ablaufen. Dann spannen sie ihre Scheidenmuskeln an. So lassen sie kontrolliert mehrmals am Tag das Blut abfließen. Zwischendurch springen sie mit gespreizten Beinen in die Luft, um die Scheide zu lüften und Gerüchen vorzubeugen. Warum werden uns solche Fakten vorenthalten? Weil die Hygieneindustrie wohl sonst enorme Einbußen hätte und die Geschichte der Monatshygiene sonst Geschichte wäre?!